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1.2.2.1 Metropolis Methode

Nach der Berechnung von $ \Delta E$ wird mit Hilfe der Metropolis Methode entschieden, ob das Teilchen mit seinem Nachbarn den Gitterplatz tauschen darf.

Ist $ \Delta E$ negativ, hat eine Energie-Abnahme nach dem Tausch statt gefunden. In diesem Fall wird immer getauscht. Ist $ \Delta E$ größer oder gleich Null wird nach der Monte Carlo Methode entschieden, ob getauscht wird oder nicht. Dazu wird die Wahrscheinlichkeit $ W$ für einen Tausch berechnet.

$\displaystyle W =
\begin{cases}
e^{-\frac{\Delta E}{kT}} & \Delta E \geq 0 \\
1 & \Delta E < 0 \\
\end{cases}$

Es wird nun eine Zufallszahl zwischen 0 und 1 generiert, falls sie kleiner als der Boltzmann-Faktor $ e^{-\frac{\Delta E}{kT}}$ ist, wird getauscht, ist sie größer wird nicht getauscht.

Der Metropolis-Algorithmus ist eine Monte Carlo Methode, die es ermöglicht, daß Tauschvorgänge stattfinden, welche die innere Energie des Gittergases erhöhen. In Abbildung 1.4 S. [*] sieht man den Grafen der Exponentialfunktion $ f(\Delta E) = e^{-\frac{\Delta E}{kT}} $. Der Wert von $ \Delta E$ legt die Position auf der $ x$-Achse fest. Die Position auf der $ y$-Achse wird durch eine Zufallszahl zwischen Null und Eins bestimmt. Aus diesen beiden Werten erhält man einen Punkt mit den Koordinaten $ x=\Delta E$ und $ y=random(0...1)$. Der Verlauf der Exponentialfunktion beschreibt die obere Grenze, wo dieser Punkt noch als ``Treffer`` gewertet wird.

$ W$ ist die Wahrscheinlichkeit mit der ein Treffer erzielt werden kann. Betrachtet man den Grafen ausgehend von $ \Delta E=0$ bis $ -\infty$, nimmt $ W$ exponentiell ab. Für sehr kleine $ \Delta E$ ist es fast unwahrscheinlich, daß ein solcher Punkt unterhalb der Exponentialfunktion liegt. Ist $ \Delta E$ nahe Null, ist $ W$ sehr hoch.

Die Größe der Energieänderung hängt wiederum von der Größe der Wechselwirkungskonstanten ab. Ein Beispiel an dem man diese Abhängigkeit gut erläutern kann, ist die flüssig-flüssig Phasengrenze, die anschließend vorgestellt wird.

Abbildung 1.4: Exponentialfunktion
\includegraphics[height=8cm]{figures/e-function.eps}


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Thomas Volk