In der Applet Umgebung ist es möglich, eine Vielzahl von Voreinstellungen
zu setzen (siehe Tabelle 2.1 S.
).
So kann z.B. der Simulations-Typ, Anzahl der verschiedenen Teilchen,
Größe und Aussehen des Teilchengitters u.s.w. vorbestimmt werden.
Dies wird durch die Parameterübergabe mit dem parameter-Tag
in der HTML-Datei möglich gemacht. Ein parameter-Tag kann innerhalb
einer Applet Umgebung gesetzt werden. Die Syntax sieht folgendermaßen aus:
Die Parameter gridwidth, gridheight bestimmen die Größe des Teilchengitters. Mit dem Parameter particlesize kann der Durchmesser der Teilchen in Pixel (Bildschirm Punkte) angegeben werden.
Mit folgendem Eintrag wird ein Gitter mit der Höhe von 20 und der Breite von 60 Teilchen erzeugt. Die Teilchen haben einen Durchmesser von 10 Pixel.
<param name="gridwidth" value="60"> <param name="gridheight" value="20"> <param name="particlesize" value="10">
Nun wird festgelegt, wie das Gitter aufgefüllt werden soll. Mit dem Parameter area kann ein Füllmuster ausgewählt, oder selber entworfen werden. Ein vorgefertigtes Füllmuster ist z.B. leftright. Es handelt sich dabei um eine Phasengrenze bei der die linke b.z.w. rechte Gitterhälfte jeweils mit unterschiedlichen Teilchentypen aufgefüllt wird.
<param name="area" value="leftright">
Als Kennung hat jede Teilchensorte eine spezifische Nummer.
Bei der Einstellung leftright hat die linke Teilchensorte
die Nummer 0 und die rechte Teilchensorte die Nummer 1.
Wenn das Programm gestartet wird, werden die Nummern als verschiedene
farbige Kugeln dargestellt.
In der Tabelle A.1 S.
sind
alle Nummer der Teilchen und ihre dazugehörigen Farben aufgeführt.
Mit dem Parameter
wwk[
] kann die Wechselwirkungskonstante
zwischen Teilchen
und Teilchen
eingestellt werden.
In unserem Fall hat Teilchen
die Nummer 0 und Teilchen
ist 1, die Wechselwirkungskonstante soll den Wert
bekommen.
<param name="wwk01" value="1.1">
Auf die Reihenfolge der Nummern muß nicht geachtet werden, so bewirkt
wwk01 das gleiche wwk10.
Für jede Wechselwirkungskonstante, die mit dem wwk Parameter
gesetzt wird, erscheint automatisch das Wechselwirkungs-Dialogfeld
auf der Oberfläche des Applets
(siehe Abschnitt 2.2.1 S.
).
Setzt man die HTML Datei aus den oben besprochenen Parametern zusammen, ergibt sich eine einfache Simulation einer Phasengrenze. Die HTML Datei sieht wie folgt aus:
Diese Datei wird z.B. unter dem Namen simple.html
in dasselbe Verzeichnis gespeichert, in dem auch das Programm Archiv mc.jar
liegt.
Öffnet man simple.html mit einem Browser (hier Netscape 6.0 ),
startet die Simulation wie in
Abbildung 2.2 S.
dargestellt.